Archiv "Wort für die Woche"

  

Sich gesegnet fühlen

Kinderzeichnung mit Malstiften
29.04.2026 | Wort für die Woche
Vielleicht fragen Sie sich: „Welches Kind hat hier versucht ein Bild zu malen?“ Dieses Kind bin ich. Und zwar nicht vor vielen Jahren, als ich wirklich noch ein Kind war. Sondern das Bild stammt von vergangenem Montag. Da hatte ich mit zwei anderen Gemeindeassistenten eine Sitzung zur Supervision. Diese soll uns die Gelegenheit geben, in einem geschützten Rahmen mögliche Probleme während unserer Zeit der Gemeindeassistenz zu besprechen.
Zu Beginn war unsere Aufgabe, in fünf Minuten eine Karte zu gestalten, die unsere berufliche Situation beschreibt. Fünf Minuten sind nicht viel, um sich zu "verkünsteln". Aber fünf Minuten reichen, wenn Dinge klar sind.
Und so entstand diese kindliche Zeichnung von mir.

Werkzeuge des Friedens

Friedenskreuz in Freiburg auf dem Hirzberg
11.03.2026 | Wort für die Woche
Heute, am 11. März, begehen wir den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus. Eingeführt wurde er nach Zuganschlägen in Madrid 2004. Der Tag erinnert an Menschen, deren Leben durch Gewalt plötzlich und sinnlos beendet wurde. Kriege und Terror begegnen uns täglich in den Nachrichten. Manchmal scheint dabei auch der Glaube an das Gute in manchen Menschen zu schwinden.

Bleib bei uns, die Sonne gehet nieder

Sonnenuntergang auf der Reichenau
21.01.2026 | Wort für die Woche
Musik und Lieder begleiten uns durch das Leben. Für ziemlich jede Lebenssituation gibt es ein Lied, das einem in den Sinn kommt und sich als Ohrwurm durch den Tag bis in den Abend zieht.
So ging es mir Anfang Januar, als ich einen Tag auf der Insel Reichenau war. 

Das aufstrahlende Licht aus der Höhe

Kandelkapelle Innenraum zur Wintersonnenwende
23.12.2025 | Wort für die Woche
Wer am vergangenen Sonntag zur Wintersonnwende auf dem Kandel war, dem ist diese Kulisse vertraut: eine dunkle Kapelle, viele Kerzen auf dem Altar und eine kleine Figur, deren Umrisse vergrößert an der Wand sichtbar werden. 
Es erzählt davon, dass Großes oft klein beginnt. Und dass es Menschen braucht, die Raum schaffen, damit dieses Licht sichtbar werden kann.
 

Ein Funke Mut

17.12.2025 | Wort für die Woche
Am Sonntag war ich im Friedenslicht-Gottesdienst in der Stadtkirche, und es war eine besondere Erfahrung. Als das Friedenslicht von Hand zu Hand weitergegeben wurde, merkte man, wie es etwas in den Menschen bewegte.

Empfangen

Marienstatue mit Krippe
10.12.2025 | Wort für die Woche
Vergangenen Montag haben wir Mariä Empfängnis gefeiert. Viele verwechseln dieses Fest mit der Jungfrauengeburt. Dabei geht es um etwas anderes: um den Glauben, dass Maria selbst vom ersten Augenblick ihres Leben an von Gott getragen war –  ein Geschenk, das allem vorausging. 

Gibt es eigentlich noch den Advent?

Familie beim Betrachten einer Weihnachtskrippe
05.12.2025 | Wort für die Woche
An vielen Orten, vor allem auf den Märkten und im Radio ertönen nahezu ausschließlich Weihnachtslieder. Ist denn schon Weihnachten? Kommt eigentlich noch etwas?
 
Zum Beispiel der Nikolaus und „Lasst uns froh und munter sein!“  Von Trübsal ist in dem Lied nichts zu hören. Erwartung und Vorfreude gehören zum Advent im „Tochter Zion, freue dich!“ Von Angst ist nirgends die Rede, sondern von „Macht hoch die Tür!“

Maria und Elisabeth – Solidarisches Hoffen

Maria und Elisabeth, Glasfenster
26.11.2025 | Wort für die Woche
Dass der Advent mehr ist als Lichterketten, Plätzchenduft und gemütliches Zusammensein zeigt sich für mich besonders an der biblischen Erzählung von Maria und Elisabet. Dieses Bild berührt mich gerade dieses Jahr, in dem ich selbst schwanger bin. 

Identifikationsfigur

Martinsfeier vor St. Margarethen
06.11.2025 | Wort für die Woche
Kommenden Dienstag feiern wir den Gedenktag des Heiligen Martin von Tours. Wenn ich an St. Martin denke, sehe ich sofort Bilder aus meiner Kindheit vor mir.
Ich lief durch die Dunkelheit, in der einen Hand meine Laterne, in der anderen die Hand meiner Mutter. Um mich herum viele Menschen. Dieses Gefühl – gemeinsam unterwegs zu sein und sich geborgen zu fühlen – hat sich mir tief eingeprägt.

Gräberbesuch

01.11.2025 | Wort zu Allerheiligen
Am Allerheiligennachmittag war ich - traditionell - auf dem heimatlichen Friedhof um das Grab meiner Eltern zu besuchen. Mich überkam das Gefühl in die Stadt (die Gemeinschaft) der Toten einzutreten. Rund um das Grab meiner Eltern sind sehr viele ihrer Weggefährtinnen und -gefährten begraben. Sie sind bestens eingebettet und in mir tauchten - beim Lesen der vertrauten Namen - Gefühle und Erlebtes auf. 
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