Archiv "Wort für die Woche"

  

Vater Unser aus dem Takt

St. Margarethen beim Gottesdienst
04.08.2026
In den vergangenen Wochen habe ich das Vaterunser oft gebetet. Im Pflegeheim, bei Schulgottesdiensten zum Schuljahresende, bei Taufen und Beerdigungen. Im kleinen Kreis der Männergebetswache auf dem Lindenberg oder mit vielen Menschen beim Patrozinium in St. Margarethen.
Ich mag es, wenn ein Gebet im Gleichklang erklingt. Wenn alle denselben Rhythmus finden, dieselben Worte sprechen und sich die vielen Stimmen zu einer verbinden. Dann wird spürbar: Wir beten nicht allein. Wir tragen einander im Glauben.

Ich packe meinen Koffer...

Urlaubskoffer
21.07.2026 | Wort für die Woche
Sind Sie schon am überlegen, was Sie alles in ihren Urlaubskoffer einpacken werden? Meist packen wir zu viel in unseren Koffer ein. Sollten wir da nicht einmal ein paar Dinge zu Hause lassen? Zum Beispiel das dicke Buch, dass schon seit Wochen darauf wartet, gelesen zu werden. Oder die Joggingschuhe, die nur eingepackt werden, um das schlechte Gewissen zu beruhigen. Oder das Vokabelheft für die Kinder, die dann eh nicht hineinschauen und es deswegen nur Streit gibt. 

Sich gesegnet fühlen

Kinderzeichnung mit Malstiften
29.04.2026 | Wort für die Woche
Vielleicht fragen Sie sich: „Welches Kind hat hier versucht ein Bild zu malen?“ Dieses Kind bin ich. Und zwar nicht vor vielen Jahren, als ich wirklich noch ein Kind war. Sondern das Bild stammt von vergangenem Montag. Da hatte ich mit zwei anderen Gemeindeassistenten eine Sitzung zur Supervision. Diese soll uns die Gelegenheit geben, in einem geschützten Rahmen mögliche Probleme während unserer Zeit der Gemeindeassistenz zu besprechen.
Zu Beginn war unsere Aufgabe, in fünf Minuten eine Karte zu gestalten, die unsere berufliche Situation beschreibt. Fünf Minuten sind nicht viel, um sich zu "verkünsteln". Aber fünf Minuten reichen, wenn Dinge klar sind.
Und so entstand diese kindliche Zeichnung von mir.

Werkzeuge des Friedens

Friedenskreuz in Freiburg auf dem Hirzberg
11.03.2026 | Wort für die Woche
Heute, am 11. März, begehen wir den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus. Eingeführt wurde er nach Zuganschlägen in Madrid 2004. Der Tag erinnert an Menschen, deren Leben durch Gewalt plötzlich und sinnlos beendet wurde. Kriege und Terror begegnen uns täglich in den Nachrichten. Manchmal scheint dabei auch der Glaube an das Gute in manchen Menschen zu schwinden.

Bleib bei uns, die Sonne gehet nieder

Sonnenuntergang auf der Reichenau
21.01.2026 | Wort für die Woche
Musik und Lieder begleiten uns durch das Leben. Für ziemlich jede Lebenssituation gibt es ein Lied, das einem in den Sinn kommt und sich als Ohrwurm durch den Tag bis in den Abend zieht.
So ging es mir Anfang Januar, als ich einen Tag auf der Insel Reichenau war. 

Das aufstrahlende Licht aus der Höhe

Kandelkapelle Innenraum zur Wintersonnenwende
23.12.2025 | Wort für die Woche
Wer am vergangenen Sonntag zur Wintersonnwende auf dem Kandel war, dem ist diese Kulisse vertraut: eine dunkle Kapelle, viele Kerzen auf dem Altar und eine kleine Figur, deren Umrisse vergrößert an der Wand sichtbar werden. 
Es erzählt davon, dass Großes oft klein beginnt. Und dass es Menschen braucht, die Raum schaffen, damit dieses Licht sichtbar werden kann.
 

Ein Funke Mut

17.12.2025 | Wort für die Woche
Am Sonntag war ich im Friedenslicht-Gottesdienst in der Stadtkirche, und es war eine besondere Erfahrung. Als das Friedenslicht von Hand zu Hand weitergegeben wurde, merkte man, wie es etwas in den Menschen bewegte.

Empfangen

Marienstatue mit Krippe
10.12.2025 | Wort für die Woche
Vergangenen Montag haben wir Mariä Empfängnis gefeiert. Viele verwechseln dieses Fest mit der Jungfrauengeburt. Dabei geht es um etwas anderes: um den Glauben, dass Maria selbst vom ersten Augenblick ihres Leben an von Gott getragen war –  ein Geschenk, das allem vorausging. 

Gibt es eigentlich noch den Advent?

Familie beim Betrachten einer Weihnachtskrippe
05.12.2025 | Wort für die Woche
An vielen Orten, vor allem auf den Märkten und im Radio ertönen nahezu ausschließlich Weihnachtslieder. Ist denn schon Weihnachten? Kommt eigentlich noch etwas?
 
Zum Beispiel der Nikolaus und „Lasst uns froh und munter sein!“  Von Trübsal ist in dem Lied nichts zu hören. Erwartung und Vorfreude gehören zum Advent im „Tochter Zion, freue dich!“ Von Angst ist nirgends die Rede, sondern von „Macht hoch die Tür!“

Maria und Elisabeth – Solidarisches Hoffen

Maria und Elisabeth, Glasfenster
26.11.2025 | Wort für die Woche
Dass der Advent mehr ist als Lichterketten, Plätzchenduft und gemütliches Zusammensein zeigt sich für mich besonders an der biblischen Erzählung von Maria und Elisabet. Dieses Bild berührt mich gerade dieses Jahr, in dem ich selbst schwanger bin. 
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