Gibt es eigentlich noch den Advent?

05.12.2025 | Wort für die Woche

An vielen Orten, vor allem auf den Märkten und im Radio ertönen nahezu ausschließlich Weihnachtslieder. Ist denn schon Weihnachten? Kommt eigentlich noch etwas?
 
Zum Beispiel der Nikolaus und „Lasst uns froh und munter sein!“  Von Trübsal ist in dem Lied nichts zu hören. Erwartung und Vorfreude gehören zum Advent im „Tochter Zion, freue dich!“ Von Angst ist nirgends die Rede, sondern von „Macht hoch die Tür!“

Familie beim Betrachten einer Weihnachtskrippe
Ein Aufruf nach dem anderen ertönt im Advent und seinen Liedern. Zu einem Tun wird ermutigt und herausgefordert. Zur Aktivität wird motiviert, zum Bewegen oder zum Bewegt-Sein aufgefordert, sei es im Herzen oder von Herzen. Auf alle Fälle kommt es aus dem tiefsten Innern.
 
„Mache dich auf und werde licht“ lass es aus oder in deinem Herzen strahlen. Das ist leichter gesagt als getan. Froh in die Zukunft zu blicken angesichts der alltäglichen persönlichen Themen, der (welt)politischen Lage oder der gesellschaftlichen Stimmung?
 
Die klare Antwort darauf: Trotz allem, ja! in der Hoffnung: „O Heiland, reiß die Himmel auf!“„O komm, o komm Immanuel“„Tauet Himmel, den Gerechten!“
 
Ihnen wünsche ich eine tiefe und motivierende Freude an/in allen adventlichen (Lied)Texten.
 
Mit adventlichen Grüßen
Thomas Braunstein, Dekan