Werkzeuge des Friedens

11.03.2026 | Wort für die Woche

Heute, am 11. März, begehen wir den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus. Eingeführt wurde er nach Zuganschlägen in Madrid 2004. Der Tag erinnert an Menschen, deren Leben durch Gewalt plötzlich und sinnlos beendet wurde. Kriege und Terror begegnen uns täglich in den Nachrichten. Manchmal scheint dabei auch der Glaube an das Gute in manchen Menschen zu schwinden.

Friedenskreuz in Freiburg auf dem Hirzberg
Wenn mir solche Nachrichten zu viel werden, hilft mir Zeit in der Natur, um den Kopf freizukriegen. Gestern war ich deshalb am Schlossberg in Freiburg unterwegs. Am Wegesrand fiel mir ein großes Kreuz auf. Es war von einem Gerüst umgeben – vielleicht wird es gerade gesichert oder erneuert oder es steht immer da.
 
Klar ist auf jeden Fall: das Kreuz hat zwei Seiten. Einerseits erinnert es an Leid, Gewalt und Tod. Andererseits ist es im christlichen Glauben ein Zeichen der Hoffnung und des Friedens. Beides gehört zur Wirklichkeit unserer Welt.
 
Dass dieses Kreuz am Weg steht, passt deshalb zum heutigen Gedenktag. Auf unseren Lebenswegen begegnen uns Leid in Form von Gewalt und Tod. Aber auch Hoffnung und Friede. Friede bleibt leider jedoch nicht von selbst stabil, weil manche Menschen sich dagegen entscheiden. Deshalb braucht es andere Menschen, die daran mitarbeiten als Werkzeug des Friedens.
 
Dazu passt ein Gebet des Hl. Franz von Assisi, von dem ich ein paar Zeilen zitieren möchte:
„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens:
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert.“
 
Wir werden die großen Konflikte der Welt nicht lösen. Was uns bleibt ist die Möglichkeit des Mitbauens an dem Gerüst, das Frieden schützen kann. Deshalb stelle ich die Frage in den Raum: Wie kann ich zum Werkzeug des Friedens werden?
 
Lisa Lauer, Gemeindeassistentin