Sich gesegnet fühlen

29.04.2026 | Wort für die Woche

Vielleicht fragen Sie sich: „Welches Kind hat hier versucht ein Bild zu malen?“ Dieses Kind bin ich. Und zwar nicht vor vielen Jahren, als ich wirklich noch ein Kind war. Sondern das Bild stammt von vergangenem Montag. Da hatte ich mit zwei anderen Gemeindeassistenten eine Sitzung zur Supervision. Diese soll uns die Gelegenheit geben, in einem geschützten Rahmen mögliche Probleme während unserer Zeit der Gemeindeassistenz zu besprechen.
Zu Beginn war unsere Aufgabe, in fünf Minuten eine Karte zu gestalten, die unsere berufliche Situation beschreibt. Fünf Minuten sind nicht viel, um sich zu "verkünsteln". Aber fünf Minuten reichen, wenn Dinge klar sind.
Und so entstand diese kindliche Zeichnung von mir.

Kinderzeichnung mit Malstiften
Was soll das alles darstellen?
 
  • Das Haus: „Ich fühle mich zu Hause“

  • Die Strichmenschen: „Ich fühle mich so vielen Menschen verbunden“

  • Das Herz: „Ich empfinde große Dankbarkeit“

  • Das Kleeblatt: „Ich bin glücklich bei der Arbeit“

  • Die Sonne: „Ich gehe mit Sonne im Herzen zur Arbeit und freue mich auf die Begegnungen“

  • Der Heiligenschein: „Ich fühle mich gesegnet“
 
„Ich fühle mich gesegnet“ – das ist der Satz, der meine Situation in der Gemeindeassistenz aktuell beschreibt. Sich gesegnet fühlen bedeutet für mich, dass ich fest davon überzeugt bin, dass Gott es gut mit mir meint und mich an Orte und zu Menschen führt, die mir guttun. Sich gesegnet fühlen löst in mir ein Gefühl von Dankbarkeit, Zuversicht und Gottvertrauen aus. Natürlich ist das Leben oder der Beruf nicht immer nur von spürbarem Segen geprägt. Es gibt genug Phasen, in denen gar nichts klappt und man sich fragt: was macht das alles für einen Sinn? Aber immer wieder kommen Momente, in denen der Segen Gottes, der uns immer begleitet, auch spürbar ist und ich vertrauend glauben darf: Gott begleitet mich und meint es gut mit mir.
 
Auch Ihnen wünsche ich, dass Sie sich gesegnet fühlen an verschiedenen Punkten in Ihrem Leben. Und wenn es sich gerade nicht so anfühlt, dann glaube ich für Sie daran, dass der Segen Gottes wieder spürbar wird.
 
Wie würde Ihre Karte aussehen? Und wann haben Sie sich gesegnet gefühlt?
 
Lisa Lauer, Gemeindeassistentin