Dabei wurde entschieden, dass im Kirchenentwicklungsprozess 2030 ein beschließender Ausschuss aus 18 gewählten Vertreter:innen aller Stiftungsräte im Dekanat eingesetzt wird. Er soll als Verwaltungsgremium die Entscheidungen treffen, die auf dem Weg zur neuen Pfarrei im großen Raum anfallen. Die konstituierende Sitzung des kirchengemeindenübergreifenden Gremiums wird am 17. Oktober 2023 stattfinden. Der stellvertretende Dekan Nelson Ribeiro wird den Vorsitz übernehmen, beratendes Mitglied ist Stephanie van Husen, Verwaltungsleiterin der Kirchengemeinden Nördlicher Kaiserstuhl, Herbolzheim-Rheinhausen und Emmendingen-Teningen.
Mit der Entscheidung sind im Dekanat nun beide Gremien bestimmt, die durch das Vorfeldentscheidungengesetz (VEG) der Erzdiözese Freiburg notwendig geworden waren: Ein pastorales Gremium, das sich aus Vertreter:innen der Pfarrgemeinderäte zusammensetzt und ein Verwaltungsgremium, das aus Stiftungsrät:innen besteht. Sie werden gemeinsam mit der Projektleitung für Kirchenentwicklung 2030 im Dekanat, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen der neun Kirchengemeinden sowie den Gremien und Gruppierungen vor Ort die neue Pfarrei auf den Weg bringen. Diese wird zum 1. Januar 2026 gegründet und ist fast deckungsgleich mit dem Landkreis Emmendingen.
Beide Entscheidungsgremien werden von mehreren, thematisch fokussierten „Werkstätten“ beraten. Derzeit entwickeln 12 Gruppen mit insgesamt 82 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen gemeinsame Standards für die Pfarrei neu. Weitere Gruppen werden nach der Sommerpause beginnen.
„Es geht im Kirchenentwicklungsprozess 2030 darum, dass wir unsere Kirche vor Ort gestalten – mit einem realistischen Blick und Mut zur Veränderung“, sagt Dekanatsreferentin Isabelle Molz. „Das können wir nur gemeinsam schaffen. Deshalb bin ich sehr dankbar über das große Engagement in diesem Prozess.“