Kandelkapelle St.Pius
- Eine Fotoalbum zeigt die Bilder der Renovierung im Jahr 2011.
Über die Kandelkapelle und die Notwendigkeit der Renovation
Am 28. September 1958 wurde durch den damaligen Erzbischof Dr. Hermann Schäufele die Kapelle St. Pius eingeweiht (Grundsteinlegung war am 16. Juni 1957). Patrone dieser Kapelle sind der Hl. Pius X., Seliger Bernhard von Baden und der Erzengel Raphael.
Ein Wunsch von vielen Menschen hatte damals Gestalt und Raum gefunden. Bei der Einweihung der Kapelle ging Bischof Hermann Schäufele darauf ein, warum eine Kapelle auf diesem Berg mitten in der Natur gebaut worden sei und sagte: „...der Mensch brauche einen Ort der Sammlung" und er wünschte, dass diese Kapelle auf dem Kandel immer „Heimat zu Gott" sei.
Viele Menschen kamen und kommen seither an diesen Ort, um sich zu sammeln. Wenn auch die Zahl der Besucher/innen abgenommen hat, so ist doch noch ein starkes Interesse an diesem Ort vorhanden. Die gesamte Anlage war nicht unbedingt mehr so einladend, wie dies vor Jahren gewesen ist. Ich sehe es in unserer Verantwortung, dass wir gerade die Kirchen und Kapellen an den Wegstrecken der Menschen und an den Wanderwegen offen halten und sie pflegen. Gerade Menschen, die auf dem Weg sind und sich in der Natur bewegen, suchen solche Orte auf und wissen diese zu schätzen. Unsere Kirchen und Kapellen erzählen auch Geschichte und erzählen von unserem Gott und unserem Glauben, der hier einen sichtbaren Raum gewonnen hat. Natürlich ist die Begegnung mit Gott in der Natur auch das, was viele Wanderer erzählen. Doch dient solch ein Ort der Sammlung der vielen Eindrücke und bietet den Erfahrungen ein Dach, um Dank und Bitte auszusprechen und ebenso in der Gemeinschaft zu feiern.
Bis September waren die Renovierungsarbeiten im Kirchenraum und an der Außenfassade abgeschlossen, so dass am 18. September 2011 die Kapelle mit der Feier der Eucharistie an diesem wunderbaren Ort auf dem Kandel wieder eingeweiht werden konnte. Fotos von der Renovierung finden Sie in der Bildergalerie .
Eindrücke von der Altarweihe am 18. September 2011
Fotos: Klaus Haberstroh
Die Rede des Architekten Michael Wieseler (Erzb. Bauamt Freiburg)
anlässlich der Wieder-Eröffnung der Kandelkapelle
am Sonntag, 18. September 2011
Liebe Festgemeinde,
nach gut dreimonatiger Bauzeit steht mit dem heutigen Festgottesdienst die Kapelle hier auf dem Kandel wieder den Gemeindemitgliedern und Wanderern als Gottesdienstraum sowie als Ort der Stille und des Gebetes zur Verfügung.
Die örtlichen Handwerker und die vielen Helfer haben in dieser kurzen Bauzeit die Kapelle umfassend renoviert und vor allem im Innenraum umgestaltet.
Besonders ins Auge fällt der neue Altar, den der Steinmetz Bernd Haar aus dem bisherigen, großen Sandsteinaltar von Hubert Bernhard geschaffen hat. Drei Blöcke aus Sandstein und angerostetem Stahl lagern übereinander. Diese Betonung der Waagerechten, zusammen mit der geometrischen Form, verleiht dem Altar eine Ruhe, die zum Innenhalten einlädt.
Der Standort des Altares wurde von einem dreistufigen Podest in die „Mitte des Raumes" und damit in die Mitte der versammelten Gemeinde verlegt. Dies entspricht ganz unserer heutigen Vorstellung einer Abendmalfeier, in der sich die Gemeinde um den Altar versammelt. Daher dient die neu geschaffene Sitzbank im Chorraum nicht nur dem Pfarrer und seinen Ministranten. Die Gemeinde ist herzlich eingeladen, auch hier Platz zu nehmen.
Der Ambo aus angerostetem Stahl nimmt die Gestaltung des Altares auf. Seine offenere Form verweist auf die Funktion als Sprachrohr der Verkündigung. Altar und Ambo stehen durch Form und Material in einer ausgewogenen Spannung zueinander.
Für diejenigen unter Ihnen, die den Kirchenraum schon vor der Renovierung kennen gelernt haben, ist die neue Farbgebung im Innenren sicherlich ungewohnt. Doch lassen Sie sich auf den neuen Raumeindruck ein, so werden Sie feststellen, dass der kräftige Ockerton dem Raum Ruhe, Wärme und damit Geborgenheit gibt. Zudem treten die Wandflächen durch die unaufdringliche Farbe zurück und lassen so die wunderschönen Farbfenster von Rainer Dorwarth wie Sterne am dunklen Firmament aufleuchten.
Auch in der Außenansicht erstrahlt die Kapelle durch den kräftigeren Rotton im neuen Glanz und macht so schon von weitem auf sich aufmerksam.
Die Kirche wird durch einen neuen Eingang im Westen barrierefrei erschlossen. Die gesamte Elektroinstallation und Beleuchtung entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und musste erneuert werden. Ferner wurden die Böden bearbeitet, die Bänke aufbereitet, die Decke neu gestrichen und das Dach repariert.
Der angrenzende Wohnraum, die Eremitage, wird grundlegend umgebaut und saniert. Die 50 Jahre alten Räume waren verwohnt und die Wasserver- und -entsorgung waren defekt. In einigen Wochen werden auch diese Arbeiten abgeschlossen sein.
Die komplette Baumaßnahme ist veranschlagt auf eine Bausumme von 236.000,00 EUR. In Zeiten von Kürzungen und Schließungen ist dieses Engagement der Kirchengemeinde nicht selbstverständlich und daher auch aus unserer Sicht besonders zu würdigen.
Es ist für mich eine besondere Freude, an diesem Werk mitgewirkt zu haben. Und glücklich bin ich über den reibungslosen und unfallfreien Bauablauf.
Ich möchte den heutigen Festtag zum Anlass nehmen, mich im Namen des Erzbischöflichen Bauamtes Freiburg bei der Kirchengemeinde als Bauherrin, vertreten durch die Mitglieder des Stiftungs- und Pfarrgemeinderates, recht herzlich für die gute und kooperative Zusammenarbeit zu bedanken. Vor allem die vielen, kreativen Besprechungen mit Ihnen, Herr Pfarrer Vogel, werde ich in guter Erinnerung behalten.
All die Planungen mussten in die Wirklichkeit umgesetzt werden. Und so möchte ich mich bei allen Handwerksfirmen und Fachingenieuren für das reibungslose Zusammenwirken bedanken. Durch ihr Fachwissen und Einsatz waren die Firmen mit all ihren Mitarbeitern der Garant für das Gelingen der Renovierung.
Nicht unerwähnt möchte ich die tatkräftige Mitarbeit vieler Gemeindemitglieder lassen. Dieser Einsatz zeigt, wie wichtig ihnen dieser Ort als Gottesdienstraum ist. Auch die vielen Wanderer, die sich in den letzten Wochen für die Renovierungsarbeiten interessierten, weisen darauf hin, dass die Kapelle auch in Zukunft von vielen Menschen aufgesucht werden wird.
Und so hoffe ich, dass Ihnen die renovierte Kandelkapelle mit dem neugestalteten Altarraum auch in den nächsten Jahrzehnten viele Möglichkeiten zur Messfeier, zur Besinnung und zum Aufatmen bieten wird.
Vielen Dank
Fensterzyklus
Adresse
Kandel
79183 Waldkirch





![Quelle: Bernhard Bußhardt [Mariä Heimsuchung, Suggental]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVvHbSh25SCHbFBD_Vv1mfCpmFruaKR3_ID35S3DmSRGJSOcJSj2fG-jWpoxWG6dfKCVaIHd5d/f,j/mariaeheimsuchung_1920x300_bb.jpg)



![Quelle: Bibiana Löffler [St. Pius, Kandel], Seelsorgeeinheit Waldkirch](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv25SC35frX5rvA_Fl35fBi5rvAbFhu5MOpmFhIJFruaKtH_IOc5SjAJSjXfKt3_FrgbFrua8OQf8oHJfOAfKt3bIBDbh7LmKhu5FrgmKhd5Slg5r7lWnYjNs_KWhvVmSCHYSj3fKlL5S5IbFrEaIHd5d/s,x,300,y,225/f,j/kandelkapelle_1169x760_bibiana_loeffler.jpg)
![Quelle: B. Bußhardt [Ambo in der Kandelkapelle]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv25SC35frX5rvA_Fl35fBi5rvAbFhu5MOpmFhIJFruaKtH_IOc5SjAJSjXfKt3_FrgbFrua8OQf8oHJfOAfKt3bIBDbh7LYSRVbRv1YSjX5Sl1YfoDbFlDfKCVfG-dWpBxOpwGaIHd5d/s,x,400,y,267/f,j/ambo_kandelkapelle_bb_1024x683.jpg)
![Quelle: kh [Kandelkapelle Altarweihe], Klaus Haberstroh](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv25SC35frX5rvA_Fl35fBi5rvAbFhu5MOpmFhIJFruaKtH_IOc5SjAJSjXfKt3_FrgbFrua8OQf8oHJfOAfKt3bIBDbh7LYSlQYfC85SDc5r7lWsZQNsYxWRv1bFhR_RvcYSCD_2OQ_IvcaIHd5d/s,x,600,y,600/f,j/altarweihe_1024x683_klaus_haberstroh.jpg)
![Quelle: kh [Kandelkapelle Altarweihe], Klaus Haberstroh](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv25SC35frX5rvA_Fl35fBi5rvAbFhu5MOpmFhIJFruaKtH_IOc5SjAJSjXfKt3_FrgbFrua8OQf8oHJfOAfKt3bIBDbh7LYSlQYfC85SDc5r7lWs6dNsYKODv1bFhR_RvcYSCD_2OQ_IvcaIHd5d/s,x,600,y,600/f,j/altarweihe_1000x666_klaus_haberstroh.jpg)