
Bei der Ankunft am Flughafen Lima wurden wir von einer Abordnung aus Huari mit Luftballons willkommen geheißen. Nach dem langen Flug übernachteten wir erst einmal in Lima, bevor wir uns mit einem Bus auf die Reise in die Berge machten. Die Route führte erst die Panamericana Norte entlang. An der Stelle, wo die Suggentälerin Silvia Ruff 1991 tödlich verunglückte, hielten wir kurz an, um ihrer zu gedenken. Dann ging es hoch in die Berge, wo wir in der Nähe von Huaraz noch einmal übernachteten. Am nächsten Tag führte uns der Weg in drei Geländewagen durch einen 4500 Meter hoch gelegenen Tunnel, bevor wir schließlich den Callejon de Conchucos erreichten, die Region in der die Provinz Huari liegt. Kurz bevor wir Huari erreichten, konnten wir gleich eine der Weltkulturerbe-Stätten Perus besuchen, nämlich Chavin de Huantar. Es ist ein großes Tempelgelände der Chavin-Kultur (ab ca. 800 v. Chr.) mit zahlreichen archäologischen Fundstücken. Und dann, nach langer Fahrt, erreichten wir schließlich Huari, die auf 3100m gelegene Andenstadt.

Am nächsten Tag war unser Besuch in der Silvia-Ruff-Schule sehr beeindruckend und emotional. Die Kinder haben sich so gefreut und wollten uns alle umarmen und Autogramme haben. Sie präsentierten ein vielfältiges Programm mit Tanzeinlagen, Gedichtvorträgen und Gesang. Die Schule besteht aus zwei Teilen, der Primaria (1.-6. Klasse) und der Sekundaria (7.-11. Klasse).
Am Nachmittag fuhren wir zum Cruz de Chullin, einem Kreuz oberhalb von Huari, mit einer guten Aussicht auf die Stadt. Es war ursprünglich aus Holz, ist aber genau am Todestag von Sivia Ruff umgefallen. Heute leuchtet es jede Nacht über Huari. Abends präsentierten uns die Tanzgruppen der Schule noch einmal eindrucksvolle Tänze als Synthese zwischen Tradition und Moderne.
Am Nachmittag fuhren wir zum Cruz de Chullin, einem Kreuz oberhalb von Huari, mit einer guten Aussicht auf die Stadt. Es war ursprünglich aus Holz, ist aber genau am Todestag von Sivia Ruff umgefallen. Heute leuchtet es jede Nacht über Huari. Abends präsentierten uns die Tanzgruppen der Schule noch einmal eindrucksvolle Tänze als Synthese zwischen Tradition und Moderne.

Später konnten wir noch in der Nähe von Cajay einige Meter auf dem Qhapaq Ñan gehen, besser bekannt als dem Inca Trail, Diese Straße war Teil des Inka-Straßensystems und erstreckte sich über 6000km durch die Anden. Wir besuchten dort auch noch Reste einer früheren Inka-Siedlung. Bei dieser kleinen Wanderung wären fast zwei Mitglieder unserer Reisegruppe verloren gegangen, die wir aber nach einer intensiven Suche und dank eines guten Handynetzes wiederfanden.
In Huari gibt es zwei Partnerschaftsgruppen. Die "alte", welche die Partnerschaft gegründet hat und die neue Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diese Jugendgruppe bäckt und verkauft einmal in der Woche Pizza. Mit dem Erlös unterstützt sie bedürftige Gemeindemitglieder. Und natürlich wurde an diesem Abend auch für uns Pizza gebacken. Wir waren auch nicht untätig und machten Käsespätzle und zum Nachtisch Pudding. Es war eine schöne Erfahrung, zusammen zu kochen und zu essen.
Am nächsten Tag führte uns ein Ausflug zu einer der Sehenswürdigkeiten von Huari, der Laguna Purhuay. Wunderschön zwischen den Bergen gelegen auf 3500m Höhe, lud sie ein zu einer kleinen Bootsfahrt oder zu einer Wanderung zu einem Aussichtspunkt. Zur Stärkung gab es dann ein reichhaltiges Picknick mit typisch peruanischen Köstlichkeiten wie zum Beispiel Ceviche, das sind Stückchen von rohem Fisch mit Limettensaft und Gewürzen mariniert. Eine Herausforderung aufgrund der Höhe war dann das Volleyballspiel gegen die Jugendlichen. Aber wir fanden jede Menge Ausreden warum wir keine Top-Leistung zeigen konnten.
Am Wochenende war großes Stadtfest angesagt, der Geburtstag der Provinz Huari wurde drei Tage lang gefeiert. Sei es mit einem großen Markt, in der die Produkte der Region dargeboten wurden, dem Auftritt von bekannten Musikgruppen, Miss-Huari-Wahlen oder kulinarische Spezialitäten. Auch ein Feuerwerk durfte nicht fehlen.
Am Sonntag feierten wir einen Gottesdienst anlässlich des 35-jährigen Partnerschaftsjubiläums, in dem auch der Dank an alle ausgedrückt wurde, die in irgendeiner Weise die Partnerschaft unterstützen.Montag war dann der zentrale Festtag. Bei einem Empfang auf dem Platz vor dem Rathaus erhielt jeder von uns eine Urkunde überreicht. Danach folgte, typisch peruanisch, eine Parade entlang des Parks. Auch wir marschierten mit, zum Teil in Tracht, und schwenkten Fähnchen.
Wer noch Energie hatte, konnte am Nachmittag zu einer der besten Blasmusik-Bands peruanischen Walzer auf der Plaza tanzen.
Wie schon erwähnt, erhalten Personen oder Familien, die sich nicht aus eigener Kraft versorgen können, von Zeit zu Zeit Lebensmittelkörbe, die bei einem Besuch sehr wertschätzend überreicht werden. Wir waren diesmal als Gäste eingeladen, diese Gaben zu überreichen. Zeit für Gespräche mit den Familien gehört dazu, und so erfuhren wir von harten Schicksalsschlägen, erlebten aber gleichzeitig auch erstaunliche Glaubenszeugnisse und eine große Herzlichkeit.
Und am Abend war dann schon das letzte gemeinsame Abendessen aller Partnerschaftsmitglieder. Eine Verlosung kleiner Geschenke tröstete etwas über den Abschied hinweg.

Zum Schluss noch einige Zitate der Mitreisenden:
Leonie: "Es war unglaublich, wie viel Energie und Bemühungen das ganze Dorf für uns in diesen Empfang gesteckt hat. Ich habe mich daher sofort wohl gefühlt."
Claudia: "Für mich war es eine besondere Freude, Freunde, die seit vielen Jahren unermüdlich für die Partnerschaft im Einsatz sind und auch schon bei uns zu Gast waren, endlich wieder in die Arme schließen zu dürfen."
Heinrich: "Nach der Parade kam dieses Mädchen auf mich zu und bat mich um ein Foto. Sie ist ganz stolz, auf die Silvia-Ruff-Schule zu gehen."
Martina: "Man spürt nach über 30 Jahren immer noch eine große Betroffenheit über den Tod von Silvia."
Axel: "Wir wurden gefühlt vom halben Dorf (Cajay) willkommen geheißen."
Stefan: "Die PeruanerInnen sind so stolz auf "ihren" Papst Leo XIV. Als Bischof war er nämlich auch schon in Huari."
Petra: "Es war eine tolle Reise mit vielen bleibenden Eindrücken und vielen herzlichen Begegnungen."
John: " Das bleibende Bild in meinem Kopf: eine blaue Plastikplane über ein Bett gespannt, weil das Dach undicht ist, kein fließendes Wasser, der kleine Campingkocher als einzige Möglichkeit, etwas Warmes zum Essen vorzubereiten, dennoch die Dankbarkeit und das Lächeln im Gesicht des Empfängers."
Leonie: "Es war unglaublich, wie viel Energie und Bemühungen das ganze Dorf für uns in diesen Empfang gesteckt hat. Ich habe mich daher sofort wohl gefühlt."
Claudia: "Für mich war es eine besondere Freude, Freunde, die seit vielen Jahren unermüdlich für die Partnerschaft im Einsatz sind und auch schon bei uns zu Gast waren, endlich wieder in die Arme schließen zu dürfen."
Heinrich: "Nach der Parade kam dieses Mädchen auf mich zu und bat mich um ein Foto. Sie ist ganz stolz, auf die Silvia-Ruff-Schule zu gehen."
Martina: "Man spürt nach über 30 Jahren immer noch eine große Betroffenheit über den Tod von Silvia."
Axel: "Wir wurden gefühlt vom halben Dorf (Cajay) willkommen geheißen."
Stefan: "Die PeruanerInnen sind so stolz auf "ihren" Papst Leo XIV. Als Bischof war er nämlich auch schon in Huari."
Petra: "Es war eine tolle Reise mit vielen bleibenden Eindrücken und vielen herzlichen Begegnungen."
John: " Das bleibende Bild in meinem Kopf: eine blaue Plastikplane über ein Bett gespannt, weil das Dach undicht ist, kein fließendes Wasser, der kleine Campingkocher als einzige Möglichkeit, etwas Warmes zum Essen vorzubereiten, dennoch die Dankbarkeit und das Lächeln im Gesicht des Empfängers."






![Quelle: Bernhard Bußhardt [Mariä Heimsuchung, Suggental]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVvHbSh25SCHbFBD_Vv1mfCpmFruaKR3_ID35S3DmSRGJSOcJSj2fG-jWpoxWG6dfKCVaIHd5d/f,j/mariaeheimsuchung_1920x300_bb.jpg)










![Quelle: Empfang bei OB Götzmann [Perukreis Waldkirch (kh)]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv2_2rd_Fruf8ru5hvDmSjEmSOcJMru5Krua8oD_2r1_IrH_Rv8YSlXmKDEYK3A_KDDb2OVYSOca8oD_2rV5fORYKwEWs-R_IhQmFhR_R7lWsZQNsy8OVjq_F_/s,x,600,y,600/f,j/perubesuch2015rathaus_1024x576.jpg)
![Quelle: Besuch am Grab von Silvia Ruff [Perukreis Waldkirch (kh)]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv2_2rd_Fruf8ru5hvDmSjEmSOcJMru5Krua8oD_2r1_IrH_Rv8YSlXmKDEYK3A_KDDb2OVYSOca8oD_2rV5fORYKwEWs-R58C3YpCAWn6EOs_GW0jq_F_/s,x,600,y,600/f,j/perubesuch2015grab2_1024731.jpg)
![Quelle: Besuch in St. Martin, Siensbach [Perukreis Waldkirch (kh)]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv2_2rd_Fruf8ru5hvDmSjEmSOcJMru5Krua8oD_2r1_IrH_Rv8YSlXmKDEYK3A_KDDb2OVYSOca8oD_2rV5fORYKwEWs-R_KDDb2OVYSOcmKDEYK3DfG-dWpBxOn_KaIHd5d/s,x,600,y,600/f,j/perubesuch2015siensbachkirche_1024x576.jpg)
![Quelle: Sie sind künftig die Vertreterinnen des Perukreises [Perukreis Waldkirch (kh)]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv2_2rd_Fruf8ru5hvDmSjEmSOcJMru5Krua8oD_2r1_IrH_Rv8YSlXmKDEYK3A_KDDb2OVYSOca8oD_2rV5fORYKwEWs-R5KrtNIruJMCAWn6EOMwRknwum2o2/s,x,600,y,600/f,j/perubesuch2015gemzentr_1024x598.jpg)
![Quelle: Das Gastgeschenk aus Peru [Perukreis Waldkirch (kh)]](https://www.kath-waldkirch.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWdOVv2_2rd_Fruf8ru5hvDmSjEmSOcJMru5Krua8oD_2r1_IrH_Rv8YSlXmKDEYK3A_KDDb2OVYSOca8oD_2rV5fORYKwEWs-R5KrtNIruJMZEfG-dWpBxOp6EaIHd5d/s,x,300,y,177/f,j/perubesuch2015gemzentr2_1024x602.jpg)