Es klingt fast wie ein Märchen, dass 300 Kinder und Jugendliche aus unserer Seelsorgeeinheit in den Sommerferien unterwegs waren. Unsere beiden KjG’s Kollnau und Buchholz waren auf dem frisch renovierten Mederlehof. Die Waldkircher Ministrantinnen und Ministranten lagerten auf einem Zeltplatz beim Plattenhof im Schwarzwald.
Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind in unterschiedliche Stufenlager aufgebrochen und die KLJB Siensbach genoss ebenso ihr Miteinander-Unterwegssein.
Es klingt nach Märchen. Dort wird in der Regel von Aufbrüchen und Lebenswegen erzählt, sei es z.B. bei Hänsel und Gretel, Rapunzel oder Dornröschen oder dem Märchen vom Perlenkleid. Stets tauchen märchenhafte Hindernisse oder Herausforderungen auf, die es zu bewältigen gilt mit überraschendem Ausgang.
Ich durfte drei Sommerfreizeiten besuchen und dort Gottesdienste feiern, die von einer gelebten christlichen Nächstenliebe zeugten. In großer Runde zu sitzen, in der jede und jeder seinen Wert, seine Würde erleben durfte, hatte eine große Kraft. Mittendrin im Herzblut der Jugendlichen zu sein, die sich ehrenamtlich engagieren und ihre Zeit, ihr Herz den Kindern schenken. Für mich, wie im Märchen oder biblisch.
Den Schatz im Acker zu finden oder die Perle, der nichts zu vergleichen ist, wie es im Matthäusevangelium (Mt 14,44-46) heißt, ist eine Herausforderung des Lebens. Sich an den Schatz – an die Perle – zu erinnern ist der Auftrag. Die märchenhafte Erfahrung einer Sommerfreizeit kann eine solche Lebensperle sein. Zu wünschen ist es.
Meine Perle an die ich mich erinnere und die ich nie vergessen möchte ist …
(den Satz darf jede und jeder selbst märchenhaft zu Ende schreiben).