Treffen mit Vertretern der Stadt Freiburg

Ein Bericht der Anlaufstelle Pro Sinti & Roma

Am 15.02.2024 trafen sich der Erster Bürgermeister Herr Ulrich von Kirchbach und der Leiter des Amts für Migration und Integration der Stadt Freiburg, Herr Hans Steiner, mit dem Vorsitzenden der sozialen Beratungsstelle Pro Sinti und Roma e.V. Kjemal Ahmed. Das Treffen fand im Rathaus Freiburg statt.

Ulrich von Kirchbach, Kjemal Ahmed, Hans Steiner (v.r.n.l.)
Die Zukunft von Sinti:zze und Rom:nja in Freiburg ist der Anlaufstelle Pro Sinti und Roma e.V. und der Stadt Freiburg sehr wichtig. Ein zukünftiger Austausch dazu ist von beiden Seiten erwünscht. In dem Gespräch wurde über die Situation der deutschen und nicht deutschen Sinti:zze und Rom:nja gesprochen. Dabei wurde klar, dass weiterhin sowohl lokale als auch politische Unterstützung notwendig ist, um sowohl die Bildungs- und Wohnsituation sowie die Position auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Herr Ulich von Kirchbach betonte, wie wichtig es ist, gemeinsam Position zu beziehen, besonders in der aktuellen Situation, und die Kooperation weiterhin zu pflegen. Damit schaffen wir gemeinsam einen besseren Ort für alle zu gestalten. Herr Hans Steiner - der Leiter des Amts für Migration und Integration der Stadt Freiburg - betonte, wie wichtig es für das AMT ist, im Austausch zu bleiben und somit Probleme gemeinsam mit der Community anzugehen und lösungsorientiert zu bleiben.
Herr Ahmed berichtete über ein neues Projekt, an dem Pro Sinti & Roma e.V. teilnimmt: Community plus. Dieses Projekt wird unter anderem von der Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen unterstützt. Dabei ist Pro Sinti und Roma e.V. der erste zuständige Ansprechpartner für Beratung gegen Rassismus und Diskriminierung für deutsche und nicht deutsche Sinti:zze und Rom:nja im Raum Baden-Württemberg.
 
Weiterhin wurde über die Zukunft und noch ein neues Projekt von Pro Sinti und Roma e.V. gesprochen. Hierbei handelt es sich um ein Roma-Medienportal (Roma Times), das ab März starten wird. Auf dem Medienportal wird es Infomaterial in Romanes und Deutsch geben, wie zum Beispiel Interviews und dokumentarische Filme. Aber auch ein Programm für Kinder soll es darin geben, in dem verschiedene Bereiche der Bildung abgedeckt werden. So will der Verein zum Beispiel Videos zu bestimmten Themen drehen, um diese zu erklären. Ein Themenkomplex dabei wird die deutsche Sprache sein.
 
Am Ende des Gesprächs brachte der Vorsitzenden Herr Ahmed den Wunsch ein, dass am 8. April, dem internationalen Tag der Rom:nja, die Flagge der Rom:nja am Rathausplatz gehisst wird. Dies sendet ein starkes Signal für die gemeinsame Kooperation und die Anerkennung der in der Stadt Freiburg lebenden Angehörigen der Minderheit der Sinti:zze & Rom:nja.
 
An einer Kooperation mit dem Fokus auf die Plattform Roma Times ist die Stadt sehr interessiert und zeigt sich offen dafür. Damit bestärkt die Stadt Freiburg und das Amt für Migration und Integration vor Ort die Zusammenarbeit mit Pro Sinti & Roma e.V. sowie die Unterstützung für weitere Projekte.

Ihr Anlaufstelle Pro Sinti und Roma e.V