Netzwerk „Pro Sinti & Roma“ : Treffen mit Stuttgarter Stadträt*innen

Ein Kurzbericht von Anna Vogler-Bühler vom Netzwerk Pro Sinti & Roma

Am 7. April fand zwischen Anna Vogler-Bühler vom Netzwerk Pro Sinti & Roma und Mitgliedern der Fraktion "Die Fraktion" des Stuttgarter Gemeinderates eine Online-Sitzung statt. Die Gesprächsleitung hatte die Sekretärin und Koordinatorin der Fraktion, Frau Winter-Hoss.

Hier eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Gesprächspunkte:
  • Gegenseitige Vorstellungsrunde und kurze Darstellung der Arbeit des Netzwerks Pro Sinti & Roma
  • Frau Halding-Hoppenheit (Die Fraktion) wusste aus persönl. Erfahrung, dass aktuell (oder vor kurzem) Roma-
    Familien mit Kindern im Stuttgarter Stadtpark unter schrecklichen Bedingungen hausen. Sie erhalten keinerlei finanzielle Unterstützung, geschweige denn dürfen die Kinder Kitas oder Schulen besuchen.
  • Frau Vogler-Bühler weist auf die berechtigten Forderungen der Kommission gegen Antiziganismus vom Mai '21  hin und betont, dass  sie begrüße, dass Baden-Württemberg als erstes Bundesland einen Vertrag mit dem  Verband der Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, abgeschlossen hat. Sie fragt nach, welche Auswirkungen dieser Vertrag in der kommunalen Praxis hat.
    Dazu konnte keiner nähere Aussagen machen.
  • Die Fraktion bittet darum, bei der Klausurtagung  des Netzwerkes in Waldkirch einen Blick auf realisierte Projekte oder Modellversuche aus anderen Städten zu werfen, um evtl. Vergleichbares in Stuttgart umsetzen zu können.
  • Hannes Rockenbauch  (Die Fraktion) schlägt abschliessend vor, z.B. ein  Projekt in der Jugendarbeit - gemeinsam mit Sinti & Roma  sowie Netz Mobil als weitgehend selbstorganisiertes Modell auf die Beine zu stellen.
    Dies könnte dann von der Stadt finanziell gefördert und evaluiert werden.
Abschließend vereinbarte man weiteren Austausch nach der Netzwerk-Klausurtagung in Waldkirch.