Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung im Bildungsbereich

Eine Online-Veranstaltung

Am 15.12.21 um 17:00 Uhr startete die digitale Veranstaltung „Antiziganismus und institutionelle Diskriminierung im Bildungsbereich“, organisiert von der Anlaufstelle Netzwerk Pro Sinti und Roma. Hauptreferentin war Frau Sabina Salimovska, Roma-Schulmediatorin bei den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie e.V. (RAA Berlin) und bietet Trainings und Workshops zur Umsetzung der Kinderrechte in Schulen / Willkommensklassen und ist als Kinderrechtlerin für Sinti & Roma in Berlin engagiert.

Zu der Veranstaltung hatten sich 23 Personen angemeldet, unter anderem der Integrationsbeauftragte der Stadt Freiburg, Herr Steiner, Frau Lang vom Schulamt Freiburg, Herr Dzoni Sichelschmiedt, Schulberater aus Hamburg und Professor Max Mater von der Uni Freiburg.
 
Die Moderation übernahm Frau Natascha Hofmann, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Anlaufstelle Pro Sinti & Roma (Sozialwissenschaftlerin u.a. antiziganismus-kritische Bildungsarbeit). Der Leiter und Koordinator Herr Ahmed Kemal begrüßte die Anwesenden und verwies in seinen einleitenden Worten darauf, dass gute Bildung eine sehr wichtige Voraussetzung des sozialen Aufstiegs der Minderheit der Sinti & Roma ist. Bildung ist der richtigen Weg, Antiziganismus / Diskriminierung zu minimieren.
 
Die Hauptreferentin berichtete dann ausführlich über ihre eigene Arbeit, bei der sie als Schulmediatorin eine wichtige Rolle zwischen Schulen, Eltern und Kindern einnimmt:
 
Ziel sei die Verbesserung der Bildungschancen junger Roma sowie Inklusion aller Kinder und Jugendlichen im Bildungsbereich. Das geht über eine Zusammenarbeit von Schule, Eltern und Kindern. Die Aufgabe ist es, Kinder zu begleiten und mit ihren Eltern in Gespräch zu kommen, sie zu motivieren, dass die Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Nach dem Unterricht bieten wir Unterstützung beim Lesen und Schreiben lernen. Wir sind da, wenn es zu Konflikten im Schulalltag kommt und überlegen gemeinsam, wie eine Lösung aussehen kann, die von allen akzeptiert werden kann.
 
Nach dem Vortrag von Frau Salimovska wurde die Aussprache eröffnet. In der Diskussion wurde von Frau Lang vom Schulamt betonte, dass den Bildungs-beraterInnen im Schulbereich eine große Bedeutung zukommt und sie wichtige Aufgaben übernehmen für Sinti und Roma und den Neulingen in der Schule.
 
Ebenfalls wurde angesprochen, dass es gegenwärtig leider nicht auszuschließen ist, dass es zu Diskriminierungen der Minderheit der Sinti und Roma kommt.
 
Daher ist es notwendig in Workshops für Pädagogischer Lehrkräfte und alle in der Schulsozialarbeit Tätigen für diesen Zustand zu sensibilisieren, betonte Kemal Ahmed.