Anlaufstelle Pro Sinti & Roma bittet um Mithilfe

Brief einer Unterstützergruppe für Flüchtlinge

Eine lokale Unterstützergruppe für Flüchtlinge bittet in einem Schreiben an die Anlaufstelle Pro Sinti & Roma um die Veröffentlichung ihrer Werbung um weitere Mitarbeiter*innen. Die Anlaufstelle kommt der Bitte gerne entgegen.
 

Hier das Schreiben:

Die Unterstützergruppe

arbeitet lose mit dem Verein Pro Roma innerhalb der Katholischen Seelsorgeeinheit Waldkirch zusammen.
 
Wir suchen derzeit neue Mit-HelferInnen und Helfer und möchten uns kurz vorstellen:
 
Die Anfänge unsere Unterstützergruppe reichen bis in den Dezember 2013.
Als die ersten Flüchtlinge in den Eichhof einzogen, lernten wir uns zum Teil schon kennen und arbeiteten dort zusammen in der Kinderbetreuung, der Alphabetisierung, mit Kleidersammlungen, Ämterbesuchen, Arzt-, und Krankenhausbesuchen, um nur das wichtigste zu nennen. Nach und nach kamen neue Helferinnen und Helfer dazu, andere verließen die Gruppe.
 
In der heutigen Zusammensetzung arbeiten wir seit etwa vier Jahren zusammen, wir sind derzeit neun Leute. Eine Person möchte sich zurückziehen, zwei andere möchten das Engagement zeitlich reduzieren.
 
Es hat sich ergeben, dass sich unsere Gruppe nicht ausschließlich, aber hauptsächlich für Roma einsetzt. Diese in Europa massiv diskriminierte Menschen brauchen die Hilfe am dringendsten und auch dauerhafter als andere MigrantInnen, sowohl diejenigen, die hier leben, als auch die Menschen, die gezwungen wurden, Deutschland wieder zu verlassen. Ein Teil der Gruppe unterstützt kranke RückkehrerInnen, ein anderer Teil spendet für eine Schulspeisung in Mazedonien. Zur Zeit ist angedacht, die Diskriminierung von Roma den Bürgerinnen und Bürgern von Waldkirch näher zu bringen, denn großen Teilen der Bevölkerung hier und anderswo ist nicht bekannt, welche Ausmaße die Diskriminierung und Gewalt gegen Roma hat.
 
Im Herbst könnte ein Filmabend organisiert werden über eine Chorleiterin, die mit Roma-Kindern zusammen gearbeitet hat. Ein Referat über die heutigen Lebensbedingungen von Roma könnte den Abend abrunden.
 
Weiterhin ist angedacht, dass wir an die Schulen herantreten und anfragen, ob es LehrerInnen gibt, die bereit wären, mit uns zusammen Workshops oder Projekte zum Thema anzubieten.
 
Für beide Aktivitäten suchen wir noch Menschen, die uns gern in unserer Arbeit unterstützen möchten.
 
Wir sind eine nette Gruppe und haben nun schon jahrelang harmonisch zusammengearbeitet.
 
Diejenigen, die sich interessieren, können gerne von mir eine Dokumentation über die bisherige Arbeit von mir bekommen.
 
Waldkirch, 12.7.021
 
Irmtraud-Rose Stenzel
Am Rosengarten 7 d
79183 Waldkirch
Tel. 07681 / 493 80 16
irmistenzel@arcor.de